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Griechenland investiert 260 Millionen Euro in Inselhafen — Zakynthos zu den Hauptprofiteuren

Griechenland startet ein 260-Millionen-Euro-Programm zur Modernisierung von 30 Inselhäfen — Zakynthos und die Ionischen Inseln stehen im Mittelpunkt.

Griechenland setzt auf maritime Touristik mit großem Hafeninvestitionsprogramm

Griechenland plant eine umfassende Modernisierung der Hafeninfrastruktur an 30 Inseln und investiert dafür 260 Millionen Euro. Das Programm wurde am 12. März 2026 beim 5. Panhellenic Yachting Congress in Athen vom stellvertretenden Schifffahrtsminister Stefanos Gkikas vorgestellt — als zentrales Element der nationalen Strategie für maritimen Tourismus.

Die Finanzierung teilt sich auf zwei Töpfe auf: 180 Millionen Euro stammen aus dem EU-Förderprogramm NSRF „Transport 2021–2027”, weitere 80 Millionen Euro aus dem Aufbau- und Resilienzfonds. Geplant sind der Ausbau von Liegeplätzen, verbesserte Sicherheitssysteme, modernere Marinadienste und digitale Verwaltungstools für Häfen.

Ionische Inseln als strategischer Fokus

Der Ionische Archipel — darunter Zakynthos, Korfu, Kefalonia, Lefkada und Ithaka — steht im Mittelpunkt der Pläne. Konkret genannt wurden neue Marinprojekte für Kefalonia, Lefkada und Igoumenitsa, eine bereits genehmigte Megayacht-Marina in Korfu sowie zusätzliche Anlagen in Imerolia, Spilia und Benitses.

Zakynthos, bekannt für die geschützte Bucht von Navagio und als wichtigstes Nistgebiet der Mediterranen Unechten Karettschildkröte, ist im Sommer ein gefragtes Ziel für Yachttouristen. Eine verbesserte Hafeninfrastruktur würde die Insel für Charterschiffe und Privatyachten auf ionischen Segelrouten noch attraktiver machen.

Marktdaten belegen Wachstum

Zahlen aus dem Kongress belegen: Die griechische Yachtbranche verzeichnete 2025 ein Nachfragewachstum von 24 Prozent — Griechenland hält damit 40 Prozent der Buchungen im östlichen Mittelmeer. Kroatien folgt mit 22 Prozent, die Türkei mit 7 Prozent.

Griechenland belegte zudem den zweiten Platz weltweit beim Freizeitbootverkehr und den dritten Platz im Mittelmeer bei Superyachten über 24 Metern. Die Kongressteilnehmer betonten: Ohne passende Infrastruktur riskiert Griechenland, zahlungskräftige maritime Touristen an Konkurrenzregionen zu verlieren.

Was das für Segler auf Zakynthos bedeutet

Segler und Charterkunden, die Zakynthos ansteuern, nutzen bisher hauptsächlich den Stadthafen von Zakynthos Town und kleinere Ankerplätze rund um die Insel. Modernere Liegeplätze und Marinadienste würden die Insel auf beliebten Ionischen Segelrouten deutlich aufwerten.

Ein hafenspezifischer Zeitplan liegt noch nicht vor. Da die Ionischen Inseln jedoch ausdrücklich als strategische Priorität genannt und die europäischen Fördermittel bereits gesichert sind, werden erste Baumaßnahmen noch vor der Saison 2027 erwartet.

Zakynthos liegt geografisch günstig zwischen Korfu im Norden und Kefalonia im Nordosten — und gehört zu den schönsten Ankerplätzen der Ionischen See. Bessere Marinas würden diesen Vorteil noch weiter ausbauen.


Foto: Marina Alimos, Athen / GTP Headlines — Alle Rechte vorbehalten

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